Arbeitsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse

Der Pastoralausschuss hatte im vergangenen Jahr sechs Arbeitsgruppen gebildet, die unterschiedliche Felder der Gemeindearbeit mit Blick auf die Zukunft beleuchtet haben. Auf einem Studientag am 16. Februar im Pfarrsaal von St. Stephanus (Haselhorst) informierten sich die Gruppen gegenseitig („Was ist besonders? Was fehlt wo? Was wären weitere Wünsche?“) und diskutierten die „weiteren Wünsche“ auf dem Weg zu einer gemeinsamen Pfarrgemeinde. Hier kurze Blitzlichter aus den Berichten der einzelnen Arbeitsgruppen:

AG Diakonisches Handeln

Stärken

Diverse kirchliche Angebote für sozial Benachteiligte, das Caritas Beratungshaus konzentriert in Spandaus Zentrum; gemeindeeigene Kitas und katholische Grundschule in Spandau; St. Elisabeth Seniorenheim; gute Vernetzungen, ehrenamtliches Engagement in der Senioren-, Kinder-, Jugendarbeit

Schwächen

Zu wenige dezentrale Angebote; „Stadt-Land-Gefälle“ zwischen Umlandgemeinden und der Großstadt; „geschlossen“ wirkende Gruppen erschweren die Kommunikation innerhalb und zwischen den Gemeinden.
Es fehlt eine professionelle und beständige Koordinierungsstelle „Ehrenamt“; zu wenige geschulte Ehrenamtliche; zu wenig Angebote für Jugendarbeit (Flächen und Personal); aktuell fehlt ein/e Jugendseelsorger/in im pastoralen Raum.

Chancen

Klar definierte Kommunikationswege, Transparenz gegenüber allen Gemeindemitgliedern; Generationenübergreifende Arbeit, „sorgende Gemeinschaften“, quartiersnah und „Rund um den Kirchturm“
Imagepflege für die Kirche / Zeugnischarakter auch als Arbeitgeber; Fundraising für soziale Projekte; wünschenswert: Stadtteilcafés / Kirchenkulturcafés direkt in einem der Neubaugebiete

Risiken

Fehlendes Fachpersonal (in Gemeinde, Kitas, Pflegeheim, Caritas-Beratungsstelle); mehrheitlich "kirchenferne" Zuziehende und evtl. "sozial Benachteiligte" ohne Bereitschaft und Fähigkeit zum Engagement; Verluste an Ehrenamtlichen durch Generationenwechsel
Bestehendes (Negativ-) Image der Kirche als Arbeitgeber und „moralische Instanz“ in der Öffentlichkeit

AG Finanzen / Verwaltung

Ressourcen im Pastoralen Raum, verteilt über die Kirchengemeinden

7 Gottesdienstorte, 2 Kitas (mit 55 und 68 Plätzen), 1 Seniorenheim (mit 44 Plätzen), 14 Wohnungen, 1 Baugrundstück, 5 Pfarr-/Gemeindehäuser mit zahlreichen Gemeinderäumen und zugehörigen Grundstücken; finanzielle Gesamtsituation aller Kirchengemeinden kann lt. Gutachten (2015) als ausreichend gelten. Aufbau von Rücklagen ist notwendig.

Fragestellungen

Welcher Nutzen wird (Ist-Zustand), soll (Pastoralkonzept) und kann (Analyse) mit den jeweiligen Ressourcen verfolgt werden (Effektivität)? Wie kann der Nutzen durch einen verbesserten Einsatz der Ressourcen vergrößert werden (Effizienz)? Werden die Ressourcen richtig eingesetzt, welche Alternativen sind denkbar? Wo und wie können die Ressourcen an die Zielstellung des Pastoralkonzeptes angepasst werden?

Aufgabe

Raumkonzept für den Pastoralen Raum entwickeln, das sich am Pastoralen Konzept und der Aufgabenverteilung auf die einzelnen Standorte orientiert.

AG Katechese/ Weitergabe des Glaubens

Es finden statt

Feier von Erstkommunion und Firmung, Fronleichnamsprozessionen, Katechesen und Exerzitien (neokatechumenaler Weg), Katechesen in den Kitas, z.T., umfangreiche Jugendarbeit (freie Jugendarbeit und DPSG, St. Marien und St. Konrad), z. T. große Ministrantengruppen, Kolpingsfamilien in zwei Pfarreien, Bibelkreise; „St.-Martins- Feiern“ werden ökumenisch begangen; Religionsunterricht an vielen Schulen; ökumenische Zusammenarbeit an mehreren Standorten

Wünschenswert

Angebote in Pfarreien koordinieren und gegenseitig in Anspruch nehmen; Kinderkatechese ist wichtig; an „großen Löchern“ in der Jugendarbeit arbeiten, auch jenseits von Erstkommunion und Firmung; Freizeiten für Jugendliche gemeindeübergreifend anbieten Gebetsgruppen fehlen, z.B. auch für geistliche Berufungen Fronleichnam für die Gesellschaft sichtbar gemeinsam begehen Mit dem eigenen Leben Zeugnis abgeben; auf den Glauben stolz sein

AG Kinder / Jugend

Positiv: Kinder sind da!
Negativ: Nach Kita, Erstkommunion und Firmung keine Bindung an die Gemeinde

Wünsche, Ideen, Anregungen

Miteinbeziehen der Kinder in den Sonntagsgottesdienst

  • Jugendgottesdienste, altersgerechte Musik und Liedauswahl im Gottesdienst
  • Jugendrunde, Offener Begegnungstreff für Kinder, Jugendliche und Eltern
  • 1x jährliche „Raumfahrt“ (im Pastoralen Raum)
  • externer „Raumjugendseelsorger“ (Sozialpädagoge) als Ansprechpartner für Kinder, Jugend, Eltern, Infopunkt zur gegenseitigen Unterstützung
  • Jugendarbeit = Schwerpunkt!

AG Liturgie / Geistliches Leben

Ist

An allen Standorten: monatliche Kindergottesdienste bzw. Minikirche In Marien: Herz-Jesu-Freitag, Herz-Mariä-Samstag Wort-Gottes-Feiern (z.T. in Seniorenheimen, z.T. ökumenisch) Rorate-Messen, Rosenkranz, Kreuzweg, Maiandacht eucharistische Anbetung an verschiedenen Standorten, Krankenkommunion durch Priester und Gottesdienstbeauftragte Bibelkreise, Kinder-Bibelnachmittag vielfältige Gruppen und Verbände, „Café Konrad“, Familienkreise, Besuchsgruppen, Seniorenkreise, Lektoren, Sorge für Blumenschmuck Kirchenmusik?

Wünschenswert

z.B.: Taizé-Gebet, Friedensgebet, Stundengebet

AG Öffentlichkeitsarbeit

Es existieren

drei Pfarrbriefe/Wochenblätter und drei Homepages. Sie sind mehr oder weniger aktuell und wenden sich vorwiegend an Gottesdienstbesucher. In den sozialen Medien ist keine Pfarrei präsent.

Zukunftsoptionen

  • gemeinsame Homepage; gemeinsamer Pfarrbrief (ca. dreimal im Jahr, mit Leitthema, wenig Rückblicken), der möglichst alle kath. Haushalte erreicht; dazu aktuelle Wochenblätter
  • Corporate identity für die künftige Pfarrei incl. Logo und einheitlichem Auftritt (optional für ganz Spandau) Unterschied: Werbung für Veranstaltungen – Präsenz der Kirche in der Öffentlichkeit; inhaltliche Vorstellung erarbeiten: An wen richten wir uns womit? An die Katholiken in Spandau? An die Christen (Ökumene)? An alle Interessierten? An die Spandauer Öffentlichkeit?
  • Kanal zu den Jugendlichen aufbauen – Soziale Medien!
  • Interne Kommunikationsstruktur/-kultur aufbauen, Kultur der Wertschätzung einüben; Ehrenamtlichenbörse
  • Infopunkt in der Spandauer Innenstadt (mit Ladenlokal, Café, etc.)

Zusammenfassung: Franz-Josef Esser

Bilder vom Studientag

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