Neues aus dem pastoralen Raum - Februar 2020

Auf dem Weg zum Pastoralkonzept

Eher hinter den Kulissen spielt sich zurzeit die Arbeit des Pastoralausschusses und seiner Ausschüsse ab. Es werden Aspekte und Formulierungen für das Pastoralkonzept zusammengetragen und erarbeitet. Ziel ist es, das Pastoralkonzept bis September 2020 fertig zu stellen und zu beschließen. Personell wird es nach den Wahlen zu den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten im November 2019 einzelne Änderungen im Pastoralausschuss geben, da Delegierte für den Pastoralausschuss aus den Gremien in ihren Gemeinden ausgeschieden sind und diese „Posten“ neu besetzt werden müssen.

Die Arbeitsgruppen „Senioren“ sowie „Jugend, Familie und Kinder“ haben bereits beachtliche Texte und Konzepte vorgelegt, die jetzt im Pastoralausschuss diskutiert werden. Die Ausschüsse für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung/Finanzen bearbeiten zahlreiche Sachfragen in Hinblick auf die Fusion der Pfarreien. Die Ausschüsse „Liturgie und Spiritualität“ und „Kirche in der Welt/Diakonisches Handeln“ brauchen noch interessierte und engagierte Mitglieder, die sich an den Beratungen beteiligen. Es wird deutlich, dass in manchen Punkten auch kontroverse Meinungen bestehen, und solche Gegensätze müssen sachlich und voller Respekt gegeneinander bearbeitet werden, um Verletzungen zu vermeiden. Der Prozess der Gemeinden aufeinander zu ist unumkehrbar und muss weiter vorangehen; wichtige Fragen für die Zukunft sind so einvernehmlich wie möglich zu lösen. Mit Tessa Bertram steht dem Pastoralausschuss eine kompetente Moderatorin zur Seite.

Ein Diskussionspunkt wird die Rolle des Pfarrers und des Seelsorgeteams in der Pfarrei und in den Gemeinden sein, die die Pfarrei bilden. Der Pfarreirat und die Gemeinden bekommen zum Teil eigenständige Kompetenzen, die Gesamtverantwortung des Pfarrers äußert sich auch in Form von vertrauensvoller Delegation von Leitungsfunktionen. Die Vernetzung und Koordination der Aktivitäten in den einzelnen Gemeinden wird komplexer als jetzt. Die Arbeitsgruppe "Öffentlichkeitsarbeit" des Pastoralausschusses hat dieses Thema auch auf ihrem Arbeitszettel.

Im Pastoralkonzept müssen mehrere durchaus brisante Weichenstellungen für die neue Pfarrei getroffen werden, die entweder noch vom Pastoralausschuss oder aber bald nach Gründung der neuen Pfarrei Anfang 2022 von deren Räten entschieden werden müssen, beispielsweise:

  • Die Gottesdienstordnung und die Verteilung der Gottesdienste auf die einzelnen Kirchen: Soll sich in jeder Kirche jeden Sonntag die Gemeinde zum Gottesdienst treffen, auch wenn nicht jedes Mal die heilige Messe gefeiert werden kann, oder gibt es in manchen Kirchen nur jeden zweiten Sonntag eine Messfeier, weil zu wenige Priester da sind, und dazwischen ist „Pause“?
  • Wo soll das zentrale Verwaltungsbüro eingerichtet werden? Wo sind weitere Anlaufstellen und Kontaktbüros nötig und sinnvoll?
  • Besuchsdienste müssen weitergeführt werden, aber bedürfen neuer Impulse.
  • Für die Jugendarbeit ist bei der vom Erzbistum vorgegebenen Personalausstattung der Pfarrei eine halbe hauptamtliche Planstelle zur Unterstützung der Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vorgesehen. Austariert werden muss, inwieweit die Jugendarbeit in den einzelnen Gemeinden verortet sein soll („Bodenhaftung“) oder wie weit sie übergreifend für den Pastoralen Raum stattfinden sollte.
  • Es ist zu klären, welche Standorte in der neuen Pfarrei den Rang einer „Gemeinde“ mit entsprechender räumlicher und personeller Ausstattung und eigenen Gremien haben soll und welche den Status eines „Ortes kirchlichen Lebens“ haben.
  • Über den Namen und das Patrozinium der neuen Pfarrei muss entschieden werden. Die Steuerungsgruppe spricht sich dafür aus, bei der Suche nach einer Pfarrpatronin oder einem Pfarrpatron die ganze Gemeinde zu beteiligen.
Gemeinden

„Gemeinden“ in der künftigen Pfarrei sind Gemeinschaften von Gläubigen, die durch den Pfarrer und den Pfarreirat anerkannt sind und folgende Kriterien erfüllen:

  • In der Gemeinde versammeln sich aus dem Glauben heraus Menschen öffentlich und erkennbar an einem Ort.
  • Sie feiert regelmäßige Gottesdienste und steht in Verbindung mit den sonntäglichen Eucharistiefeiern in der Pfarrei.
  • Sie verkündigt den Glauben in Wort und Tat.
  • Die Gemeinde handelt innerhalb der Gesellschaft in einem überschaubaren Lebensraum.
  • Sie ist offen für alle Altersgruppen.
  • Sie übernimmt Verantwortung als Teil der Pfarrei.

Franz-Josef Esser

Allle zwei Monate erscheint ein Bericht über die Arbeit des Pastoralausschusses und den Stand des pastoralen Prozesses. Alle Berichte können sie hier nachlesen.

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