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Kirche


Unsere neuen Glocken

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Süßer die Glocken nie klingen......

 

„Fest gemauert in der Erden
Steht die Form, aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden,
Frisch, Gesellen! seyd zur Hand.
Von der Stirne heiß
Rinnen muß der Schweiß,
Soll das Werk den Meister loben,
Doch der Segen kommt von oben. (...)"

Als Friedrich Schiller im Jahre 1799 „Das Lied von der Glocke“ vollendete, wurden in der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock bereits seit über hundert Jahren Glocken hergestellt. Noch heute wird das Handwerk in dem westfälischen Städtchen Gescher fast unverändert ausgeübt.
 
Um bei dem Guss der beiden neuen Glocken für unsere Pfarrkirche dabei zu sein, brachen am 7. Dezember nach Empfang eines Reisesegens 16 Gemeindemitglieder zwischen 8 und 88 Jahren in freudiger Erwartung ins Münsterland auf. Der Regen beim Zwischenstopp am Münsteraner Weihnachtsmarkt tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
Nach einem gemeinsamen Abendessen kehrten alle in ihre jeweiligen Hotels in Gescher ein und harrten des nächsten Morgens. Gestärkt von einer geruhsamen Nacht und einem üppigen Frühstück traf sich die Gruppe erwartungsfroh um 10 Uhr an der Glockengießerei "Petit & Gebr. Edelbrock". Herr Matthias Bethge begrüßte die Gäste und begleitete die Falkenseer freundlich und kompetent durch den Tag. Er führte durch die Gießerei und erklärte den arbeitsintensiven und, wie er betonte, noch immer für alle Beteiligten aufregenden Prozess des Glockengießens. Wie eine Broschüre der Gießerei erklärt:

„Der Glockengießer errechnet nach Ton, Durchmesser und Gewicht die "Rippe", das Profil der künftigen Glocke. Er zeichnet sie auf ein Buchenbrett, das später als Schablone dienen wird. Die Schablone wird entlang der inneren Kontur ausgeschnitten. Sie wird an einer Spindel drehbar befestigt und über dem Formstand in der "Grube" angebracht. Der Schablone folgend, wird nun der erste Teil der Glockenform, der "Kern" hohl mit Ziegeln aufgemauert. Darauf wird mit Zusätzen vermengter Lehm von Hand aufgetragen. Durch den Hohlraum kann die Kernform von innen heraus beheizt werden, um auszutrocknen und gebrannt zu werden. Diese Arbeitsgänge werden mit immer feinerem Lehm so lange wiederholt und mit der Schablone rundherum abgestrichen, bis ein glatter, die Schablone genau ausfüllender Kern entstanden ist. Er entspricht dem Inneren der Glocke, dem Hohlraum. Alle Formarbeiten nehmen viel Zeit in Anspruch, da jede einzelne Lehmschicht trocken sein muss, bevor die nächste aufgetragen werden kann.
Im nächsten Schritt wird die Schablone entlang der äußeren Kontur ausgeschnitten; so entsteht das Maß für das Modell der Glocke, das "Falsche Glocke" genannt wird. Auch sie entsteht durch fortgesetztes Auftragen der immer feiner werdenden Lehmschichten bis die Schablone ausgefüllt ist. Zuletzt erhält die Falsche Glocke mit der Schablone eine Trennschicht aus Fett, auf die Verzierungen und Schriften aus Wachs aufgesetzt werden. Die Falsche Glocke ist ein genaues Abbild der künftigen Glocke.
Im folgenden dritten und letzten Formabschnitt wird der "Mantel" gefertigt. Hierzu hat die Schablone ausgedient. Zunächst bringt man sehr feinen Lehm auf die Falsche Glocke. Die darauf folgenden Schichten, die zudem armiert werden, sind zunehmend gröber. Wieder wird die Form beheizt und jeder Lehmauftrag getrocknet, bevor der nächste folgt, bis der Mantel die erforderliche Stärke hat. Das Wachs der Glockenzier auf der Falschen Glocke ist durch den Trockenvorgang weggeschmolzen. Beim Abheben des Mantels zeigt seine Innenwand nun alle Schriften und Verzierungen im Negativ.
Die Falsche Glocke hat nun ausgedient und wird vom Kern entfernt. Der Mantel wird wieder über den Kern gestülpt. Dazwischen ist der Hohlraum entstanden, den vorher die Falsche Glocke eingenommen hat und der beim späteren Guss mit Bronze gefüllt wird."

Die Handwerker hatten bereits alles vorbereitet. Die beiden Glockenformen waren bis auf das jeweilige Gussloch in der Erde vergraben, damit die Mantelformen den Druck der Schmelze beim Guss aushalten. Die Bronzeschmelze, eine Mischung aus Kupfer und Zinn, war auf etwa 1100 Grad erhitzt. Mit Gebet und Lied wurde Gottes Segen erbeten, bevor mehrere Männer den Kessel mit der flüssigen Schmelze zur Glockenöffnung beförderten. Bei andächtiger Stille der anwesenden Gäste füllten die Glockengießer mit größter Sorgfalt die erste Form mit etwa 500 kg Bronzeschmelze.
Da für die zweite Glocke wegen des begrenzten Fassungsvermögens des Schmelzofens erst eine neue Glockenspeise bereitet werden musste, blieb Zeit für ein gemütliches Mittagessen.
Die kleinere, etwa 300 kg schwere Glocke wurde gegen 13.30 Uhr gegossen – ebenfalls unter der inzwischen fast fachmännischen Aufsicht der Falkenseer Gäste.
Tief beeindruckt wurde die Rückreise mit dem Bus angetreten, der die Gruppe gegen 22 Uhr sicher zur Pfarrkirche zurück brachte.
Es war für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gleich welchen Alters, eine spannende Erfahrung, die sicherlich nicht sobald in Vergessenheit geraten wird. Herzlichen Dank an die Mitarbeiter der Glockengießerei sowie an die Organisatoren der Fahrt für die gute Vorbereitung!
Mit Spannung wird nun erwartet, ob die ausgegrabenen, gereinigten und polierten Glocken die musikalische Prüfung bestehen, um dann künftig in St. Konrad den Ton anzugeben.
Monika Schattenmann

 

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Neuer Pfarrer für St. Konrad

Daum Hassenforder

Seit dem 1. Oktober 2017 ist Pfarrer Thorsten Daum (54, rechts im Bild) Pfarradministrator der Pfarrei St. Konrad, Falkensee.

Der Pfarrgemeinderat

 Am 21./22. November 2015 wurde der Pfarrgemeinderat neu gewählt. Aus der Wahl gingen als gewählte Mitglieder hervor:

Vorsitzende: Annette Rupprecht (Parkstadt);

Stellvertretende Vorsitzende: Katharina Berger (Falkenhagen);

Stellvertretender Vorsitzender: Simon Wagner (Seegefeld-Ost);

Weitere gewählte Mitglieder:

Jelena Berwig (Falkenhain)

Martina Freisinger (Finkenkrug)

Cornelia Jung (Finkenkrug)

Thomas Neubauer (Neu Seegefeld)

Silvia Paar (Finkenkrug)

Odett Schnegula (Schönwalde-Glien)

Maria Vollbrecht (Falkenhagen)

Berufene Mitglieder:

- Thomas Fuhl (Falkenhain)
- Vertreterin der Pfarrjugend: Leonie Piening (Falkenhain)

Mitglieder von Amts wegen:

– Pfarrer Thorsten Daum 
– Pfarrvikar David Hassenforder
– Gemeindereferentin Anette Straub

NEUWAHL DES PFARRGEMEINDERATES:

In der konstituierenden Sitzung des neuen Pfarrgemeinderates am Donnerstag, 10. Dezember 2015, wurde der Vorstand des Pfarrgemeinderates neu gewählt. Als Vorsitzende wurde Frau Annette Rupprecht wiedergewählt; als stellvertretende Vorsitzende wurden Frau Katharina Berger und Herr Simon Wagner gewählt. Herr Thomas Neubauer wurde zum Vertreter des Pfarrgemeinderates im Dekanatsrat wiedergewählt.

Lesen Sie hier das Protokollder Pfarrgemeinderatssitzung vom 23. Februar 2017.

Die nächste Sitzung des Pfarrgemeinderates ist am Donnerstag, 11. Januar 2018, um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum.

Die nächsten Sitzungen der Ausschüsse:
Festausschuß: Dienstag, 9. Mai 2017, 19:30 Uhr
Liturgieausschuß: - / -
Ökumeneausschuß: - / -

Ausschuß "Wo Glaube Raum gewinnt": Mittwoch, 12. Juli 2017, um 19:00 Uhr.

Hier lesen Sie auch Protokolle früherer Pfarrgemeinderatssitzungen:

Der Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand von St. Konrad umfasst neben dem Vorsitzenden, welcher jeweils der amtierende Pfarrer ist, acht gewählte Mitglieder entsprechend der Größe der Kirchengemeinde. Alle vier Jahre wird der Kirchenvorstand durch Wahl aller Gemeindemitglieder über 18 Jahren neu zusammengesetzt, wobei entsprechend der Wahlordnung des Erzbistums Berlin jeweils eine Hälfte des Kirchenvorstandes neu gewählt wird, während die andere Hälfte für weitere vier Jahre im Amt bleibt, so dass jedes Mitglied des Kirchenvorstandes für acht Jahre gewählt wird. Wiederwahl ist möglich. Dieses Wahlverfahren soll die Kontinuität der Arbeit des Kirchenvorstandes gewährleisten.

Dem jetzigen Kirchenvorstand unserer Pfarrgemeinde gehören Pfarrer Thorsten Daum als Vorsitzender und Pfarrvikar David Hassenforder als hauptamtlich tätiger Geistlicher in der Pfarrseelsorge an, außerdem folgende gewählten Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge):

Freisinger Andrea
 
 
Andrea Freisinger
(Wahlperiode 2015-2023)
Vertreterin des Kirchenvorstandes im  Pfarrgemeinderat
 
 
 
 
 
 
 
 
Thomas Heemann
(Wahlperiode 2015-2023)
stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes und
Vertreter unserer Kirchengemeinde in der Vertreterversammlung der Kirchengemeinden des Erzbistums Berlin.
 
 
 
 
 

 Jung Michael

 
 
Michael Jung
(Wahlperiode 2011-2019)
 
 
 
 
 
 
 
 
Krüger Stefan
 
Stefan Krüger (Wahlperiode 2011-2019)
Vorsitzender des Bauausschusses
 
 
 
 
 
 
 
 

Paar Wolfgang print

 

Wolfgang Paar
(Wahlperiode 2015-2023)
Vertreter des Kirchenvorstandes im Pfarrgemeinderat
Mitglied des Bauausschusses
 
 
 
 
 
 
 
seidl winfried
 
 
Winfried Seidl
(Wahlperiode 2011-2019)
Rechnungsprüfer

 

 

 

 

Vogel Barbara

 

Barbara Vogel
(Wahlperiode 2011-2019)
Schriftführerin, Rechnungsprüferin
 
 
 
 
 
 
 
Wegner Norbert
 
 
Norbert Wegner
(Wahlperiode 2015-2023)

 

 

 

 

Am Christkönigsfest, dem 22. November 2015, war der Kirchenvorstand neu gewählt worden. Hier finden Sie das Wahlergebnis. Die konstituierende Sitzung des neuen Kirchenvorstandes fand am 15. Dezember 2015 statt. Dabei wurden der stellvertretende Vorsitzende, die Rechnungsprüfer, die Schriftführerin, die Vertreter für den Pfarrgemeinderat und für die Vertreterversammlung der Kirchengemeinden des Erzbistums Berlin neu gewählt. Die nächste Sitzung des Kirchenvorstandes findet am Donnerstag, 30. November 2017, nach der Abendmesse um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum statt.

Dominiak MichaelHerr Erich Kronmarck, langjähriger Rendant unserer Kirchengemeinde, ist zum 30. November 2015 aus Altersgründen aus diesem Dienst ausgeschieden. Als neuer Rendant konnte Herr Michael Dominiak gewonnen werden und wurde in der konstituierenden Sitzung des Kirchenvorstandes in dieses Amt gewählt. Der Rendant ist nicht Mitglied des Kirchenvorstandes, sondern diesem verantwortlich. Er führt die Kasse, tätigt die Einnahmen und Auszahlungen, ist verantwortlich für die Buchführung und bereitet für jedes Jahr die Finanzplanung sowie den Jahresabschluss vor, welche dann vom Kirchenvorstand beschlossen werden.

Die Gremien der Pfarrgemeinde

Der Kirchenvorstand

Die Pfarrgemeinde St. Konrad ist wie jede Katholische Kirchengemeinde in Deutschland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, d.h. eine "juristische Person". Sie wird nach außen hin vertreten durch den Kirchenvorstand (KV), der von allen erwachsenen Gemeindemitgliedern in regelmäßigem Turnus gewählt wird. Der Kirchenvorstand berät und entscheidet insbesondere über das Vermögen der Pfarrgemeinde, über Baufragen, Arbeits- und Dienstleistungsverträge und ggf. über juristische Prozesse. Das ist in Deutschland so geregelt seit dem sog. "Kulturkampf" während der Regierungszeit des Reichskanzlers Otto von Bismarck (1871-1890), wobei dieses Gremium in anderen Diözesen eine andere Bezeichnung tragen kann.

Der Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat (PGR) ist ein beratendes Gremium der Pfarrei, welches den Pfarrer und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge unterstützt. Zwei Drittel der Mitglieder des PGR werden von der ganzen Gemeinde gewählt, ein Drittel besteht aus "geborenen" und berufenen  Mitgliedern. Die "geborenen" Mitglieder sind der Pfarrer und die weiteren hauptamtlichen Mitarbeiter in der Pastoral (Kaplan, Gemeindereferentin, Diakon, Pastoralreferent...) Zusätzlich kann der Pfarrer bis zu drei Mitglieder in den PGR berufen, davon einen Vertreter der Pfarrjugend. Der PGR wird alle vier Jahre neu gewählt, Wiederwahl ist möglich. Die aktive Wahlberechtigung für die PGR-Wahl ist auf 14 Jahre herabgesetzt worden. Das passive Mindestwahlalter für den PGR beträgt 16 Jahre. Der PGR berät über alle Bereiche des Gemeindelebens, entwickelt Initiativen und trägt so das Leben der Pfarrgemeinde mit. Pfarrgemeinderäte gibt es seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965).

Das Team

Daum Hassenforder

 

Pfarrer Thorsten Daum (rechts im Bild)

Pfarrvikar David Hassenforder

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Gemeindereferentin/Seelsorgerin Anette Straub


Straub Anette web


  

Unsere Kapelle

Unsere Katholische Kapelle "Regina pacis" im Falkenseer Ortsteil Finkenkrug wurde mit einem notariellen Kaufvertrag vom 15. Januar 2014 verkauft. Das war bereits seit Jahren geplant und im Sanierungsplan des Erzbistums Berlin von 2006 festgeschrieben, in dem es geheißen hatte, dass in den Gemeinden 25% der pastoral genutzten Flächen abzubauen sind. Außerdem war die Genehmigung für den Neubau des Gemeindezentrums St. Konrad vom Erzbischöflichen Ordinariat nur unter der Voraussetzung erteilt worden, dass die Pfarrei St. Konrad mit dem Erlös von Immobilienverkäufen den Neubau zum größeren Teil selbst finanziert.

Durch ein Dekret des Erzbischofs von Berlin, RainerMaria Kardinal Woelki, wurde die Kapelle mit Wirkung vom 28. Februar 2014 entwidmet und ist seitdem kein geweihter Ort mehr. Am Sonntag davor, am 23. Februar, hatte die Gemeinde in einem festlich gestalteten Gottesdienst, den Weihbischof Weider mit der Gemeinde feierte, und einem anschließenden Beisammensein von ihrer langjährigen Regina-Pacis-Kapelle Abschied genommen. Seitdem finden dort keine Gottesdienste mehr statt.

Alle rechtlichen Genehmigungen für den Kaufvertrag sind erteilt worden. Am 17. April 2014 wurde das Grundstück mit der Kapelle an die Käufer übergeben. Am 19. August 2014 wurde der Eigentumswechsel in das Grundbuch von Falkensee beim Amtsgericht Nauen eingetragen.

Unser Bauprojekt

Kontakt:

Peter Junne, Vorsitzender des Bauausschusses, Tel. (03322) 23 29 30, oder:

David Seidl, Architekt, Seidl+Lahn Projektentwicklung, Tel. (03322) 285 40 52.

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Blick vom Gutspark auf das neue Gemeindezentrum (Computeranimation)

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Grundriß der Kirche (grau) und des geplanten Gemeindezentrums.

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Grundriß des Obergeschosses (Pfarrwohnung).

Hier können Sie den Grundriß des Erdgeschosses (Gemeinderäume) und des Obergeschosses (Pfarrwohnung) unseres geplanten Gemeindezentrums näher anschauen.

Bau des Gemeindezentrums hat begonnen

Grundsteinlegung am 20. Juni

Am Montag, 17. Mai, begann der Bau unseres neuen Gemeindezentrums. Zunächst wurde nur ein Bauzaun aufgestellt und die Baustelle eingerichtet. Ende Mai wurde dann der alte Heizungsraum mitsamt dem WC abgebaut. In der Woche nach Fronleichnam wurden die Fundamente gegossen und die Anschlüsse für Wasser, Gas, Strom und Abwasser verlegt. Anschließend wurde die Bodenplatte des ganzen Gemeindezentrums vorbereitet und am Donnerstag, dem 17. Juni hergestellt. Am Sonntag, 20. Juni, fand im Anschluß an das Hochamt die Grundsteinlegung statt. Dazu hatten sich zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste zum Hochamt um 10:30 Uhr versammelt.

Nach dem Hochamt zog die ganze Gemeinde hinaus auf die Baustelle. Dort verlas Kirchenvorsteher Peter Junne, der Vorsitzende des Bauausschusses, die Grundsteinlegungsurkunde. Anschließend unterzeichnete er sie zusammen mit Pfarrer Pullwitt, Stephan Weiser als Vorsitzendem des Pfarrgemeinderates, mit Peter Krüger als stellvertretendem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, mit dem Architekten David Seidl und René Krüger, dem Bauleiter der Firma O&F Bauunternehmung Rathenow, die den Neubau ausführt. Danach legten Kinder aus der Gemeinde die Urkunde, die aktuellen Ausgaben der 'Märkischen Allgemeinen Zeitung' und der 'Katholischen Sonntagszeitung für das Erzbistum Berlin' vom 19./20. Juni, die Juni-Ausgabe des Pfarrbriefs "Die Pforte", einen Satz Euro-Münzen und einen USB-Stick, auf dem sich Fotos aus dem Gemeindeleben befinden, in die Kupferhülse, die in den Grundstein eingefügt wird. Der Bauleiter verschloß die Kupferhülse. Gemeinsam senkten sie der Pfarrer, Peter Junne und Stephan Weiser in den Grundstein hinein. Mit einem Segensgebet, mit Weihwasser und Weihrauch wurde der Grundstein gesegnet und mit einer Platte aus Naturstein verschlossen. Diese Natursteinplatte mit der Aufschrift "ANNO DOMINI + 20. JUNII 2010" wird in Zukunft für alle Besucher des Gemeindezentrums im Foyer an der Treppe zur Sakristei sichtbar sein.

Nachdem der Grundstein verschlossen war, rezitierte Bauleiter René Krüger einen traditionellen Grundsteinspruch:

"Alles, was der Mensch ersinnt,
jedes Ding, das er beginnt,
muß auf festem Grunde stehn,

soll es gut vonstatten gehn. -

Ist des Hauses Fundament
stark und tüchtig und genau
angemessen für den Bau,
nach der Waage und dem Lot,
Winkel, Richtscheit und der Schnur,

dann gerät das Ganze nur. -

Und, nach hergebrachtem Brauch,
bitte ich den Bauherrn auch,
daß er nun den Hammer nimmt
und drei Schläge, wie bestimmt,
nicht zu lose, nicht zu fest,
sondern auf das Allerbest
auf des Grundsteins Mitte tut,

daß er fest und sicher ruht."

Nun tat zunächst der Bauleiter drei Hammerschläge auf den Grundstein und sprach seine drei Wünsche aus: Auf daß das Haus den Bauherren Zufriedenheit bringen möge, möge das Haus Nutzen bringen und mögen sich die Bauherrn dieses Hauses stets wohl in dieser schönen Anlage fühlen. Danach schlug auch Pfarrer Pullwitt als "Vertreter des Bauherrn" dreimal auf den Grundstein und wünschte dem Neubau, daß er zum inneren Zusammenhalt der ganzen Gemeinde beitragen möge, daß ein lebendiges Gemeindeleben darin stattfinde und daß er ein offenes Haus sei für Suchende und eine Stätte des Trostes für Notleidende. 

Nun folgten Grußworte der Ehrengäste: Dorothea Ahrens aus Brieselang als stellvertretende Vorsitzende des Dekanatsrates überreichte einen großen Blumenstrauß. Thomas Zylla, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Falkensee, stellte fest, daß zu einer Stadt eben nicht nur Straßen, Sportstätten und Supermärkte gehören, sondern auch Kirchen, und bekannte dankbar, in der St. Konrad-Gemeinde aufgewachsen zu sein. Der stellvertretende Landrat Roger Lewandowski sprach ebenfalls ein Grußwort. "Heute ist das Fest der Stellvertreter", stellte Pfarrer Pullwitt launig fest, bevor auch die Landtagsabgeordnete Barbara Richstein, ebenfalls Gemeindemitglied von St. Konrad, ihr Grußwort sprach. Ein Vertreter der Seegefelder Evangelischen Gemeinde grüßte mit einem Backstein aus der alten Seegefelder Kirche, die nur wenige 100 m durch den Gutspark von St. Konrad entfernt steht. Auch Pfarrer Fromke von der Heilig-Geist-Gemeinde, dem letzten kirchlichen Neubau in Falkensee, hatte sich die Ehre gegeben und war gekommen wie auch ein Vertreter der Evangelischen Gemeinde Finkenkrug. Mit dem Gesang des "Te Deum" wurde die Grundsteinlegung beendet, während der Kirchbauverein St. Konrad e.V. bereits Sekt herumreichte und Schmalzbrote, das traditionelle "Menu" bei jeder Grundsteinlegung. Doch hatten eine ganze Anzahl Gemeindemitglieder auch Kuchen gespendet.

Alle Fotos von der Grundsteinlegung finden Sie hier auf der Homepage. Um die Fotos anzusehen, klicken Sie bitte im Menü oben auf 'Fotogalerie' und wählen dann die betreffende Fotoserie aus.

Unsere Gemeinde

Inhalt folgt

Unsere Kirche

 

Pfarrkirche St. Konrad von Parzhamm in Falkensee

Foto (c) Hubert Frank

Katholische Pfarrkirche St. Konrad von Parzham,
Grundsteinlegung durch Generalvikar Paul Steinmann am 17. Juni 1934,
Benediktion durch Bischof Nikolaus Bares am 4. November 1934.
Architekt: Diözesanbaurat Carl Kühn, Berlin;
Bauausführung: Baugeschäft Eduard Stroka, Falkensee.

Gemeindezentrum St. Konrad
Grundsteinlegung am 20. Juni 2010,
Einweihung durch Generalvikar Prälat Ronald Rother am 25. Juni 2011.
Projektierung und Bauleitung: Seidl + Lahn Architekten, Falkensee.

Planung Haustechnik: TGA Meiners, Falkensee

Bauausführung:
Rohbau, Estrich und Innenputz: O & F Bauunternehmung GmbH Rathenow;
Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten: Dachdeckermeisterin Nicole Grube, Potsdam-Golm;
Wärmedämmung und Außenputz: Malerfirma Matthias Knauft, Nauen;
Außen- und Zwischentüren: AluGlasBau GmbH Eberswalde;
Innentüren und Trennwände: Tischlerei Schlöpping, Zehdenick;
Fenster: Tischlerei Sawade GmbH, Schönwalde-Glien;
Trockenbauarbeiten: Barleber Trockenbau GmbH, Barleben b . Magdeburg;
Fliesenlegerarbeiten: RS Fliesendesign, Luckenwalde;
Malerarbeiten und Fußbodenverlegung: Malerfirma Matthias Knauft, Nauen;
Heizung, Lüftung, Sanitärarbeiten, Wasser- und Abwasserinstallation: Haustechnik Nauen GmbH;
Elektroinstallation, Telefonanlage: Elektro-Brecht GmbH, Falkensee;
Computerinstallation: Bernhard Krüger Computerservice, Falkensee;
Schließanlage: Schlüsseldienst und Sicherheitstechnik Carow, Falkensee;
Inneneinrichtung Küche: Küchen-Weiss, Dallgow-Döberitz;

Inneneinrichtung Gemeinderäume und Büros: Büromöbel Lothar Wollnick, Oranienburg.

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Glastrennwand zwischen der Kirche und dem Foyer des Gemeindezentrums
 
Entwurf: Espen Tollefsen, Oslo;
Ausführung: Glasmalerei Peters GmbH, Paderborn;
Rahmenkonstruktion und Einbau: Metallbau Franz GmbH, Altlandsberg;

Einweihung am 4. Adventssonntag, 18. Dezember 2011.

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St. Konrad von Parzham, Falkensee - Blick von der Orgelempore (vor dem Anbau des Gemeindezentrums)

Unser Pfarrpatron

St. Konrad von Parzham

Der heilige Konrad von Parzham ist der Namenspatron unserer Pfarrkirche. Sein Gedenktag am 21. April ist unser Patronatsfest. Der Name "Konrad" kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet: "Tapferer Berater".

konrad von parzhamKonrad, mit bürgerlichem Namen Johannes Birndorfer, wurde am 22. Dezember 1818 als elftes von zwölf Kindern auf dem Venushof in Parzham bei Griesbach (Niederbayern) geboren. Johannes war von klein auf ein ausgesprochen frommer Mensch. Zunächst arbeitete er als Knecht auf dem elterlichen Bauernhof. Doch er wollte in ein Kloster eintreten; allerdings es war nicht leicht für ihn, Aufnahme zu finden: immer wieder wurde er abgelehnt. So musste er den Wunsch aufgeben, Priester zu werden. Erst 1849, im Alter von 31 Jahren fand er Aufnahme im Kapuzinerkloster St. Anna in Altötting. Bei der Einkleidung erhielt er den Ordensnamen Konrad. Nach den Jahren des Noviziats und der Ewigen Profeß versah er von 1852 an den Dienst des Pförtners. Hier an der Klosterpforte hatte er seinen Platz fürs Leben gefunden.

Bruder Konrad zeichnete sich durch Gebetseifer aus, stete Dienstbereitschaft und aufopfernde Liebe. Er wurde vom Volk geliebt und von den Wallfahrern verehrt. 41 Jahre lang, bis drei Tage vor seinem Tod, wirkte er an diesem Platz, wo er mit Tausenden von Wallfahrern zu tun hatte, die mit vielerlei Anliegen und Bitten zu ihm kamen. Aber auch Kinder aus vielen armen Altöttinger Familien kamen bettelnd an die Pforte des Klosters, keines von ihnen ging leer aus. Trotz des 18-Stunden-Tages an der Pforte blieb das Gebet der Mittelpunkt von Konrads Leben: stundenlang und nächtelang, jede freie Minute nutzend, betete er. Der Rosenkranz war immer in seinen Händen. Zugleich hatte er ein außerordentliches Verlangen nach dem Empfang der heiligen Eucharistie. Im Kloster war es üblich, zwei- bis dreimal wöchentlich die Kommunion zu empfangen. Doch Konrads Verlangen war so übermächtig, dass ihm die tägliche hl. Kommunion erlaubt wurde, die er frühmorgens empfing, um bei den anderen kein Aufhebens zu machen. Im Alter von mehr als 75 Jahren konnte er seinen Dienst wegen der Beschwerden des Alters nicht mehr verrichten, aber noch in der Stunde seines Todes raffte er sich von seinem Lager auf und wollte zur Tür gehen, da er glaubte, daß der stellvertretende Pförtner die Glocke überhört habe. Doch er brach zusammen; bis zu seinem Tod einige Tage später, am 21. April 1894 sprach er kein einziges Wort mehr.

In der Kirche des Kapuzinerklosters in Altötting fand Konrad seine letzte Ruhestätte. 1953 wurde sie in Bruder-Konrad-Kirche umbenannt.Konrad auf dem Totenbett, das einzige Originalfoto des Heiligen Durch die Wallfahrer drang sein Name und sein Ruf weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Papst Pius XI. sprach ihn im Jahre 1930 selig und am Pfingstfest, 20. Mai 1934 heilig. Seine Heiligsprechung, die erste eines Deutschen seit der Reformation, war vom Papst als ein deutliches Signal für ein christliches Menschenbild gegen die Rassen- und Herrschaftsideologie des Nationalsozialismus gedacht und wurde auch so verstanden. Nur vier Wochen nach seiner Heiligsprechung wurde in Falkensee bei Berlin der Grundstein für eine neue Pfarrkirche gelegt, die als erste in ganz Deutschland den Namen des neuen Heiligen als Patrozinium erhielt.

Das Foto zeigt Bruder Konrad auf dem Totenbett. Es ist das einzige Originalfoto des Heiligen. Er wird dargestellt als Pförtner, Brot austeilend, aber auch, wie er auf dem Foto zu sehen ist, mit dem Kreuz oder auch mit dem Rosenkranz in der Hand.

Bei seinem Besuch in Bayern im September 2006 würdigte Papst Benedikt XVI. Bruder Konrad in seiner Predigt beim Vesper-Gottesdienst in Altötting: Er hat sich, wie es der Herr im Gleichnis empfiehlt, wirklich auf den letzten Platz gesetzt, als demütiger Pfortenbruder. Er konnte von seiner Zelle aus immer auf den Tabernakel schauen, immer bei ihm sein. Von diesem Blick her hat er die nicht zu zerstörende Güte gelernt, mit der er den Menschen begegnete, die fast ohne Unterbrechung an seiner Pforte anläuteten - auch manchmal eher bösartig, um ihn bloßzustellen; auch manchmal ungeduldig und laut: Ihnen allen hat er ohne große Worte durch seine Güte und Menschlichkeit eine Botschaft geschenkt, die mehr wert war als bloße Worte.

Die bayrische und die ungarische Kapuzinerprovinz, die Diözese Passau und das Bonifatiuswerk für die Diaspora in Deutschland wählten ihn zum Patron bzw. Mitpatron. Deshalb sind nach der Heiligsprechung 1934 die ersten St. Konrad-Kirchen in Deutschland nicht in Bayern, sondern in der norddeutschen Diaspora errichtet worden.

Lit.: Max Huber, Bruder Konrad von Parzham, in: Konrad von Parzham und die Heiligen der franziskanischen Familie, hrsg. von Josef Bilstein, Paderborn (Bonifatius-Verlag) 2008

Geschichte unserer Gemeinde

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